eiko_icon Schwerer Verkehrsunfall mit Todesfolge

Techn. Hilfe > Verkehrsunfall
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Einsatzort Details

B 294 Calmbach > Kleinenzhof
Datum 07.04.2019
Alarmierungszeit 19:05 Uhr
Einsatzende 00:00 Uhr
Einsatzdauer 4 Std. 55 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
Einsatzleiter Tido Lüdtke
eingesetzte Kräfte

Wildbad
Calmbach
DRK - Rettungsdienst
    Notarzt
      HVO Bad Wildbad
        Fahrzeugaufgebot   Kommandowagen  Rüstwagen  Mannschafts Transportwagen  Vorausrüstwagen  Löschgruppenfahrzeug CB. LF 10  Mannschafts Transportwagen CB
        Tech. Hilfe

        Einsatzbericht

        Erneut schwerer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang auf der B 294 im Kleinenztal

        Am Sonntagabend 07.04.2019 wurden die Abt. Calmbach und Wildbad der Feuerwehr Bad Wildbad gegen 19.05 Uhr erneut zu einem schweren Verkehrsunfall ins Kleinenztal  alarmiert. Leider auch wie fast einem Monat vorher mit tödlichem Ausgang. Nach ersten Ermittlungen der Polizei kam ein aus Richtung Calmbach kommender Audi ca. 800 m nach dem Ortsausgang nach einem abgeschlossenen Überholvorgang auf die  Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden VW Touran. Beide PKW waren mit jeweils 2 Personen besetzt. Der Audi schlitterte dann noch über die Straße, rutschte die enzseitige Fahrbahnböschung hinunter, bevor er an einem Baum zum Stehen kam. 

        Die ersten Kräfte der Feuerwehr übernahmen die Personenrettung aus den beiden Fahrzeugen.  Die verstreute Lage der beiden Unfallfahrzeuge teilte die Einsatzstelle in 2 Bereiche auf. Mittels Steckleiter wurde für den Rettungsdienst und die Feuerwehr von der Straße her eine Abstiegsmöglichkeit geschaffen, um an den verletzten Beifahrer des Audis zu kommen. Für den Audifahrer kam leider jede Hilfe zu spät. Über die Beifahrertür erfolgte dann die Befreiung des Schwerverletzten. Nach medizinischer Erstversorgung transportierte die Feuerwehr den Schwerverletzten in der Schleifkorbtrage über die Steckleiter nach oben.

        Im unfallbeteiligten VW konnte die Beifahrerin ebenfalls über die Beifahrerseite zügig aus dem Fahrzeug befreit und vom Rettungsdienst erstversorgt werden. Die Rettung des Fahrers gestaltete sich auf Grund der massiven Verformungen des VWs im Bereich der A-Säule  als schwierig. Mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät mussten die Türen sowie die B-Säule auf der Fahrerseite entfernt werden. Anschließend wurde der Fußraum geweitet und der Vorderbau des Fahrzeugs nach vorn gedrückt, sodass der Fahrer dann aus dem Fahrzeug befreit werden konnte. Auch hier erfolgte die medizinische Erstversorgung direkt vor Ort, bevor der Fahrer dann mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik ausgeflogen wurde.

        Vorbildlich hatten sich Ersthelfer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um die verunfallten Personen gekümmert. Allerdings war festzustellen, dass gelinde gesagt ein größerer Kreis an Informationsbedürftigen mehrmals aufgefordert werden musste, sich von der Einsatzstelle zu entfernen.

        Die Unfallaufnahme übernahmen der Verkehrsunfalldienst sowie ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Unfallsachverständiger.

        Nach Dokumentation des Unfallortes konnte die Bergung des Audis mittels Seilwinde des Rüstwagens durchgeführt werden. In Folge der massiven Verformungen und der Lage im steilen Böschungsgelände wurde durch die Einsatzleitung entschieden, dass die Bergung des Verstorbenen erst auf der Bundesstraße erfolgt. Auch hier musste mit schwerem hydraulischem Gerät Stück für Stück der Karosserie abgetragen werden.  Nach Bergung  erfolgte die Übergabe des Verstorbenen an das Bestattungsunternehmen.

         Abschleppunternehmen schleppten beide Unfallfahrzeuge dann ab. 

        Die Straße wurde abgekehrt und nass gereinigt.   

        Im Einsatz war die Feuerwehr Bad Wildbad mit 5 Fahrzeugen und 19 Einsatzkräften. Die Koordination des Rettungsdienstes übernahm der organisatorische Leiter Rettungsdienst, der 3 Rettungswagen, 2 Notarztfahrzeuge sowie einen Rettungshubschrauber an der Einsatzstelle bereitgestellt hat. Unterstützt wurden die hauptamtlichen Rettungskräfte durch die Helfer vor Ort der Ortsgruppe des Roten Kreuzes im Oberen Enztal mit 3 Fahrzeugen. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren die Kräfte der Notfallseelsorge, da Angehörige der verunfallten Personen zur Einsatzstelle geeilt waren, die dann psychologische Betreuung benötigten.     

        Gegen 23:45 Uhr konnte dann die B 294 durch die Polizei, die ebenfalls mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle und zur Regelung des Umleitungsverkehrs anwesend war,  wieder für den Verkehr freigegeben werden. Einsatzende für die Feuerwehr Bad Wildbad war 0 Uhr.

         

        sonstige Informationen

        Einsatzbilder

         

        Einsatzauswertung